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April 17th, 2009

Sanktioniert: Das BKA zensiert das Netz

Posted by cguenther in general, interweb

Heute wurde der Rahmenvertrag zwischen dem BKA und fünf Providern (Deutsche Telekom, Vodafone/Arcor, Hansenet/Alice, Telefonica/O2 und Kabel Deutschland) zur Sperrung von Internetseiten mit kinderpornografischen Inhalten geschlossen. Die rechtliche Basis für diesen Eingriff soll jedoch erst am nächsten Mittwoch geschaffen werden. Nach Plan von BKA und Bundesfamilienministerin von der Leyens sollen spätestens in sechs Monaten “Stopp-Schilder” beim Aufrufen einer Webseite angezeigt werden, die Kinderpornos enthält.

Grundsätzlich ist das Vorgehen gegen Kinderpornografie lobenswert. Allerdings wird mit der nun geschaffen technischen Lösung weder Kinderpornografie unterbunden, noch vernichtet. Die vom BKA erdachte Lösung sieht lediglich den Eingriff in die Nameserver der Provider (DNS-Poisoning) vor. Dort wird dann der A-Eintrag für die verdächtige Domain auf eine andere IP-Adresse umgeleitet. Von einer Sperre kann technisch wohl nicht die Rede sein, eher von einer Hürde, die mit minimalen Aufwand von jedem Nutzer umgangen werden kann.

Darüber hinaus ist fragwürdig, da das BKA die Sperrlisten selbstständig erstellt und verwaltet, welche Instanz hier nachgeordnet eine Kontrollfunktion ausübt. Die Provider werden sicherlich den Weg des geringsten Aufwands gehen. Es ist davon auszugehen, dass die Eintragung der vom BKA erstellten und täglich gelieferten Sperrliste vollautomatisch in den Nameservern der Provider vorgenommen wird. Nur zu leicht könnte dieses System zukünftig für die Sperrung von anderen Domains genutzt werden. Für mich ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann wir nach biometrischen Reisepässen und Personalausweisen, die Zensierung des Internet erleben dürfen – natürlich nur zur Terrorbekämpfung!

Einen sehr umfassenden Artikel zum Thema, der alle Aspekte ausführlich beleuchtet haben Holger Bleich und Axel Kossel geschrieben.

Hier gibt’s ein Update vom 26. April 2009.

April 17th, 2009

The fight is over: Kutcher vs. CNN

Posted by cguenther in interweb, twitter

Heute um 8.12 Uhr war der “Kampf” vorbei. Ashton Kutcher hat gewettet, dass er vor CNN 1.000.000 Follower bei Twitter haben würde. Mit einem Vorsprung von knapp 2.000 Followern lag @aplusk am Ende vorn. Ashton spendete 100.000 $ für malarianomore.org. Von dem Geld werden 10.000 Malaria-Netze gekauft.

Kutcher und anhang konnte man live in den letzten Minuten über seinen Ustream-Account sehen. Kutcher sprach von einer medialen Veränderung, die durch Dienste wie Twitter vollzogen würde.

April 16th, 2009

Nettes Tool: jQuery tablesorter

Posted by cguenther in coding, jquery

Ich bin gerade über den tablesorter von Christian Bach gestossen worden (Danke @poctec). Mit dem tablesorter kann man mit Hilfe von jQuery den Inhalt von Tabellen-Spalten auf- bzw. absteigend ohne HTTP-Request sortieren. Witzig ist auch, dass man durch halten der “Shift”- bzw. “Umschalt”-Taste auch mehrere Spalten zum Sortieren markieren kann.

April 3rd, 2009

Scholz & Friends rudert zurück? Launchdate verschoben

Posted by cguenther in Studium

Am 22. März wurde vollmundig im Trailer von Scholz & Friends zur Hochschulkampagne “Studieren in Fernost” der 2. April 2009 als Launchdate im SchülerVZ und auf der Kampagnenwebseite www.studieren-in-fernost.de angekündigt. Mittlerweile ist klar, dass dieser Termin nicht mehr gehalten werden kann. Die Suchmaschine wurde flux als “Beta-Version” den Campus-Spezialisten präsentiert, die im SchülerVZ sowie in den Kommentaren auf der Kampagenseite  teilweise hart mit dem Ergebnis ins Gericht gehen. Auch die Medien (news.de und Deutschlandfunk) sparen nicht mit Kritik an dem Arbeitsergebnis. Flux wird nun als neuer Termin der 23. April genannt. Sicherlich ein Ausweichtermin, wenn man sich das publizierte Datum im Ursprungstrailer anschaut. In einem tweet vom letzten Sonntag (29. März), kurz vor dem offiziellen Launchdate, äußert sich eine Person, die sich selbst als “managing internet projects at aperto” bezeichnet und auch ansonsten eifrig über “Studieren in Fernost” twittert, negativ über den Test von Anwendungen kurz vor dem Launch.

Bezieht sich das vielleicht auf die Studiensuchmaschine? War schon die interne Meinung kontrovers und nun, nach der zum Teil negativen Presse und Meinungen wird nachgesteuert? Diese Fragen liegen natürlich im Bereich der Spekulation, auch die von mir vorgenomme Zusammenführung verschiedener Fakten. Offiziell gibt es bisher keine Stellungnahme.

April 2nd, 2009

Studieren in Fernost – Studiensuchmaschine

Posted by cguenther in Studium

Heute ist im SchülerVZ ist die Beta-Version der Suchmaschine für Studienstandorte in Ostdeutschland online gegangen. Ich hatte die Gelegenheit mich schon einmal durch die 9 Fragen zu klicken. Mehrblog hatte am Mittwoch bereits ein paar Screenshots gepostet. Im ersten Moment hat mich das ganze ein bisschen an Monty Python erinnert, nur schlechter. Besonders nervig war, dass man nichts skippen konnte, genauso nervig der fehlende Zurück-Knopf. Gerade bei der mehrfachen Nutzung der Maschine, gingen mir die Animationen und der Sound schnell auf den Keks. Kontrovers wird sowohl die grafische Umsetzung als auch die inhaltliche Qualität in der SchülerVZ-Gruppe der “Campus-Spezialisten” diskutiert. Der Deutschlandfunk hat heute in 2 Beiträgen über “Studieren in Fernost” berichtet. In einem der Beträge nutzen 3 Abiturienten die Hochschulmaschine. Fazit des Praxistests:

Die drei Abiturienten sind sich einig – die Seite wirkt wie ein buntes, knalliges Bonbon, das inhaltlich der schönen Verpackung nicht gerecht wird. Wer sich durch die poppigen Blogeinträge gelesen hat, fühlt sich anschließend nur wenig über die ostdeutsche Hochschullandschaft informiert.

Verständlich, wenn man Fragen wie: “Wie nah an Berlin willst Du studieren?” betrachtet. Warum und inwieweit diese für die Auswahl des Studienstandorts wichtig sind, bleibt für den Nutzer ebenso unklar  wie an vielen Stellen die Bedienung der Suchmaschine. Das lässt Potential für Verbesserungen, die sicherlich noch bis zur Fertigstellung und Live-Schaltung am 23. April eingearbeitet werden.

Aus meiner Sicht insgesamt nachteilig, dass kaum “harte” Fakten, wie Übersichtslisten mit Studienangeboten oder Rankingergebnisse auf den Seiten zu finden sind. Das höchste der Gefühle ist eine Google-Map mit Markern der Studienstandorte im Osten Deutschlands. Bei Klick auf die Marker, kommt man dann auf eine Übersichtsseite der entsprechenden Uni. Dort geht das Suchen wieder los. Nutzerfreundlich ist das nicht. Darüber hinaus ist aus meiner Sicht das Format eines Blogs (WordPress) für ein Informationsportal dieser Zielstellung ungeeignet. Fraglich ist jedoch, ob überhaupt ein Informationsportal geschaffen werden sollte, beim momentanen (sichtbaren) Stand, scheint das nicht das Ziel gewesen zu sein.

Bleiben die Frage: Warum nicht? Sind wir wirklich der Meinung, dass die Wahl des Studienortes ein Spiel ist?

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