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September 8th, 2009

Day 12 – Big Bend N.P. #3

Posted by cguenther in fernweh, roadtrip 2009: the states

Auf dem Rückweg ins Basin halten wir noch schnell an der “Homer Wilson Ranch”. Die Ranch wird seit 1945 nicht mehr genutzt. Bis dahin trieb Homer Wilson mit seinen Mannen 4.000 Schafe und 2.500 Ziegen durchs Tal. Von der Ranch ist nur das Haus des Vorarbeiters übrig geblieben. Das als wichtiger Teil der Geschichte erhalten wird. So ist das halt, wenn man keine Jahrhunderte alte Geschichte hat. Gestern war übrigens “Bergfest” unseres Trips, morgen werden wir uns dann in Richtung Atlanta bewegen, der Big Bend N.P. war nun doch wie geplant der östlichste Punkt unserer Tour. Bisher sind es 3.500km.

September 8th, 2009

Day 12 – Big Bend N.P. #2

Posted by cguenther in fernweh, roadtrip 2009: the states

Am Nachmittag wählen wir wieder einen Wüstentrip, auch weil die Bergbesteigung am Vormittag viel zu kühl war, nur 68°F. Da muss mal wieder etwas Feuer her. Also raus aus dem Basin in die umliegende Wüste. Unser Ziel die “Mull Ear Spring” mittem im nirgendwo. Der Trip ist mit 6,4 km angegeben und wir durchqueren bei sängenden 35°C ausgetrocknete Bachläufe bis zur Quelle. Die Quelle ist klein aber fein und entpuppt sich als Oase in der Wüste. Rote Libellen schwirren durch die Luft und im Wasser aalen sich Molche, Kaulquappen und Wasserläufer. Auf dem Rückweg sammeln wir im Bachbett noch allerhand Quarzsteine oder Kristalle. Das sieht für mich als geologischer Laie ja ehh alles gleich aus. Hier muss ich zurück in Deutschland, mal auf das Fachwissen der universitären Geologie zurückgreifen. Die haben mit Sicherheit mehr Verständnis von der Materie als ich. Bestimmt entpuppt sich mein Fund als Plunder :)

September 8th, 2009

Day 12 – Big Bend N.P. #1

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Unser erster Trip führt uns am Dienstag morgen den Lost Mine Trail entlang. Der Trail ist 8km lang und ich erhoffe mir, dass er dem Namen nach zu einer verlassenen Miene führt. Denkste! Leider merken wir das erst, als wir den “Lost Mine Hill” auf 2200m erklommen haben. Wir sind erleichtert, dass auch Amis auf den Namen erreingefallen sind, also nicht nur die doofen Europäer. Unterwegs können wir einerseits den Blick auf die umliegenden Berge genießen, aber gleichzeitig auch auch andere Tiere, z.B. Schlangen, Vogelspinnen und Roadrunner beobachten. Wir sind überrascht, dass die Kakteen hier Früchte haben, die auch noch ausnehmend lecker aussehen. Wir unternehmen den Selbstversuch, natürlich nicht in Touri-Manier “rinn mit dem Ding”, sondern schon fast survival mäßig. Ich streiche von der aufgeschnittenen Frucht etwas Fruchtfleisch mit dem Finger von innen auf meine Lippe, nun also 15 min warten was passiert (Phase 1). Wenn nach 15 Minuten noch alles gut ist, kann man in Phase 2 ein kleines Stück der Frucht in den Mund nehmen und dort für 15 Minuten drin behalten. Nicht schlucken! Danach kann man einen kleinen Teil der Frucht essen und wartet ca. 1-2 Stunden, wie es einem dann geht (Phase 3). Erst nach diesen Phasen kann man sich sicher sein, dass die Frucht ungiftig ist. Wir kommen nicht über Phase 1 hinaus. Nach 10 Minuten fühlt sich meine Lippe an, als hätte mir ein Zahnarzt eine leichte Betäubung verpasst. Die Taubheit lässt aber nach einer dreiviertel Stunde wieder nach und ich fühle mich toppfit, ein bisschen wie gedopt und sprinte den Berg auf dem Rückweg nahezu hinunter. Scheinbar sehen die Kaktus-Früchte hier also nur lecker aus. Schade eigentlich.

September 7th, 2009

Day 11 – Seminole Canyon S.P. to Big Bend N.P.

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Nach einem wunderschönen Sonnenaufgang über der Prärie des Seminole Canyon packen wir unsere sieben Sachen zusammen und machen uns wieder auf den Weg. Auf dem Highway 90, auf dem wir bereits seit San Antonio unterwegs sind, fahren wir weiter nach Osten. 200 Meilen östlich liegt der Big Bend National Park. Zwischenzeitlich hat man das Gefühl im Kreis zu fahren. Alles sieht hier gleich aus, kaum Autos sind unterwegs, alle 10 Meilen trifft man mal auf eines. Die Straße geht stur gerade aus. Die Orte durch die wir fahren sind tot, die Häuser eingefallen, die Trailer rosten vor sich hin. Trostloses Nirgendwo in dem wir hier sind. In Marathon biegen wir nach links auf die 385 ab. Wir beziehen unser “Quartier” auf dem Chisos Basin Campground. Wohlwollend bemerken wir, dass die Temperatur hier 15°F niedriger ist, nur 25 °C, mal eine angenehme Kühle, nach den letzten Tagen voller Hitze. Auf dem Weg zum Chisos Basis ändert sich die Vegetation merklich. Es wird deutlich grüner und es wachsen wieder Bäume. Wir befinden uns nun im Gebiet von Schwarzbären und Berglöwen, alle Vorräte müssen daher in bärensicheren Containern aufbewart und Müll sofort entsorgt werden, dem Motto folgend: “Clean up your campside” folgen wir gern dem Hinweisen.

Wir machen unseren ersten Erkundungsausflug zum örtlichen Supermarkt. Eine Empfehlung für alle die nach uns hier her kommen: Kauft vorher ein. Es gibt nicht wirklich etwas und das was es gibt, ist horrent teuer. Danach machen wir einen Trip zu den Hot Springs, den 105 °F (42°C) heißen Quellen, die sich von einem Pool aus in den Rio Grande ergießen. Wir können es ob der Lufttemperatur nicht lassen “Abkühlung” in den Hot Springs zu suchen. Nach dem Aussteigen fühlt sich die Luft auch tatsächliuch etwas kühler an. In den Schieferfelsen am Ufer des Rio Grande nisten Vögel. In der Dämmerung entscheiden wir uns, obwohl wir es eine Woche nicht genutzt haben, das Überzelt zu nutzen. Wir haben in der “Big Bend Gazetta” gelesen, dass Anfang September hier normaler Weise Überschwemmungen sind, die aber durch Staudämme oberhalb des Rio Grande verhindert werden. Im letzten Jahr war hier wieder eine solche Überschwemmung. Der September gilt hier als Monsum-Monat. Wir sind gespannt, was die Nacht bringt.

Nach dem Abendessen, wir grillen Burger und Martin stellt zu recht fest, dass die wie vom Burgerladen um die Ecke schmecken, nur das das leider kein Kompliment ist, liegen wir noch ein ganze Weile rücklinks auf dem Rasen und schauen uns den Sternenhimmel an. Ich habe schon lange nicht mehr so viele Sterne gesehen. Sogar die Milchstraße ist zu sehen.

September 7th, 2009

Day 10 – Seminole Canyon

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Heute ist außer einer 12km Wanderung durch den Seminole Canyon bis zum Rio Grande, der Grenze zwischen den USA und Mexiko nicht viel passiert. 3 Stunden nichts als Sonne, Prärie und 40°C. Die Fotos können leider die Stille und die Weite der Landschaft nicht wiedergeben. Der Seminole Canyon State Park ist auf jeden Fall ein oder zwei Übernachtungen wert.

September 5th, 2009

Day 9 – San Antonio & East Texas

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Wir heute sehr für unsere Tour von Houston zum Big Bend N.P. fortgesetzt. Mit einem kleinen Zwischenhalt in San Antonio. Überlicher Touri-Stadtrundgang, also “RiverCenter Mall”, “Riverwalk”, “La Villita” und “The Alamo”. San Antonio hat mir von den Städten, die ich in den letzten Tagen gesehen habe, bisher am besten gefallen. Ein bisschen Historie und alte Steine ;), dass könnt ihr ja auch auf den Fotos sehen. Nach dem Zwischenstop haben wir nun unser Zelt auf einem Platoo an der mexikanischen Grenze im Seminole Canyon State Park aufgeschlagen. Bis hierher waren wir nun 1.700 Milen unterwegs.

Wir mussten aber, dass war eine kleine Herausforderung, heute Abend noch unsere Zeltstangen mit einem taschenmesser und einem Kugelschreiber reparieren. MacGyver wäre stolz gewesen :)

September 4th, 2009

Day 8 – Houston

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Wieder einmal kurz nach 7 nach einer Nacht am Golf von Mexiko aufgewacht. Das Panorama dass sich bietet ist schon ziemlich einmalig. Gleich geht’s weiter nach Houston – shoppen :)

September 3rd, 2009

Day 7 – Von Mississippi nach Texas

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Das Nachtleben von New Orleans haben wir überstanden. Auch wenn es stellenweise eher grenzwertig war & ich teilweise mehr das Gefühl hatte in der Herbertstraße auf St. Pauli unterwegs zu sein. Die Live-Musik war streckenweise unterhaltsam und die Sache wurde mit jedem Bier erträglicher. Nach einigen Bieren trieb es Martin noch zu Pat’O'Brian, um dort mal wieder seinen legendären Hurricane zu probieren. Natürlich nur wegen dem Sammelglas, dass man für 11$ dazubekommt ;) Der Hurricane schmeckt nach einer Mixtur aller Alkoholika, die man hinter einer Bar finden kann, angereichert mit eine guten Schuß Sirup. Eins  ist garantiert: Der Hurricane sorgt für einen Hurricane im Kopf & das sogar noch am Tag danach.

Wir verlassen New Orleans für unsere Verhältnisse sehr spät gegen 11 Uhr Richtung Westen. Ziel ist diesmal der Gavelston Island State Park südlich von Houston. Damit erreichen wir schon den 6. Bundesstaat auf unserer Reise. Morgen geht es zum shoppen in eine Outlet Mall in Houston, dort wollen wir von den Extrarabatten zum Laborday profitieren.

September 2nd, 2009

Day 6 – New Orleans

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Das Auto ist umgepackt, heute geht es zu “Big Easy”, oder zumindest dem, was Hurricane Kathrina 2005 übrig gelassen hat. Wir sind einigermaßen (an-) gespannt, sicherlich auch, weil New Orleans eine recht hohe Verbrechensrate hat. Angeblich, so schreibt es zumindest unser Reiseführer sind die Randgebiete von New Orleans nach wie vor Notstandsgebiet. Hier hat sich nach Kathrina wohl nicht viel getan, mal sehen, ob wir das bestätigen können. Andererseits warnt unserer Reiseführer nachdrücklich vor Spaziergängen außerhalb des French Quarters und empfielt sogar manche Gegenden nur mit bewaffetem Guide zu besuchen. Die Spannung steigt ;)

Jetzt geht es erstmal an den Pool & danach das “French Quarter” erkunden, ist ja erst 1 p.m. hier.

Die erste Erkundungstour liegt hinter uns. Tagsüber in der Woche macht New Orleans nicht all zu viel her. Heute Abend werden wir rausbekommen, ob das dann anders ist ;)

September 1st, 2009

Day 5 – Haase zum Frühstück

Posted by cguenther in fernweh, roadtrip 2009: the states

Langsam aber sicher geht das Zeitgefühl vollkommen verloren. Wir grübeln fast 5 Minuten welcher Wochentag und welches Datum heute ist. Gerade das man hier 7 Tage die Woche überall alles kaufen kann, hilft beim Verlust. Zum Frühstück gesellt sich ein Haase zu uns, der neben uns in aller Seelenruhe das Gras kurz hält. Nach dem Frühstück Aufbruch nach Richtung Mobile und Biloxi. Morgen wollen wir ja schließlich New Orleans erreichen. Wir halten noch einmal im Gulf Islands National Seashore und genießen den Strand, das Wasser und die (fast perfekte) Einsamkeit. Ab und zu pflügt mal ein Jetski durchs Wasser, aber der “Trubel”, den es noch am vergangenen Wochenende gab ist vorbei. Nächstes Wochenende wird es sicherlich anders, dann ist Labor Day. Nach Mobile fahren wir weiter über die Landzunge und setzen mit der Fähre nach Dauphin Island über und überqueren erneut die Staatsgrenze nach Alabama und anschließend die nach Mississippi. Die Einfahrt in die Mobile Bay wurde von zwei Forts bewacht, die noch bis zum 1. Weltkrieg in Benutzung waren. Östlich liegt das Fort Walton und westlich Fort Gaines. In Mobile gibt es noch das U.S.S. Alabama National Memorial. Neben der ausgedienten U.S.S. Alabama kann man hier allerhand Kriegsgerät der vergangenen 70 Jahre besichtigen. Darunter auch Flugzeuge wie eine F4 Phantom oder einen B52-Bomber, auch ein paar Panzer und Geschütze stehen herum. Wir sind leider etwas zu spät und werden nicht mehr eingelassen. Unterschlupf finden wir diesmal im Shepard State Park nahe Gaultier. Für 11$ wählen wir “Primitive Camping”, d.h. wir haben keinen eigenen Strom- und Wasseranschluß am Zelt. What a pitty ;) Wir sind ganz allein und haben freie Platzwahl.

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