Studieren in Fernost – Studiensuchmaschine
Heute ist im SchülerVZ ist die Beta-Version der Suchmaschine für Studienstandorte in Ostdeutschland online gegangen. Ich hatte die Gelegenheit mich schon einmal durch die 9 Fragen zu klicken. Mehrblog hatte am Mittwoch bereits ein paar Screenshots gepostet. Im ersten Moment hat mich das ganze ein bisschen an Monty Python erinnert, nur schlechter. Besonders nervig war, dass man nichts skippen konnte, genauso nervig der fehlende Zurück-Knopf. Gerade bei der mehrfachen Nutzung der Maschine, gingen mir die Animationen und der Sound schnell auf den Keks. Kontrovers wird sowohl die grafische Umsetzung als auch die inhaltliche Qualität in der SchülerVZ-Gruppe der “Campus-Spezialisten” diskutiert. Der Deutschlandfunk hat heute in 2 Beiträgen über “Studieren in Fernost” berichtet. In einem der Beträge nutzen 3 Abiturienten die Hochschulmaschine. Fazit des Praxistests:
Die drei Abiturienten sind sich einig – die Seite wirkt wie ein buntes, knalliges Bonbon, das inhaltlich der schönen Verpackung nicht gerecht wird. Wer sich durch die poppigen Blogeinträge gelesen hat, fühlt sich anschließend nur wenig über die ostdeutsche Hochschullandschaft informiert.
Verständlich, wenn man Fragen wie: “Wie nah an Berlin willst Du studieren?” betrachtet. Warum und inwieweit diese für die Auswahl des Studienstandorts wichtig sind, bleibt für den Nutzer ebenso unklar wie an vielen Stellen die Bedienung der Suchmaschine. Das lässt Potential für Verbesserungen, die sicherlich noch bis zur Fertigstellung und Live-Schaltung am 23. April eingearbeitet werden.
Aus meiner Sicht insgesamt nachteilig, dass kaum “harte” Fakten, wie Übersichtslisten mit Studienangeboten oder Rankingergebnisse auf den Seiten zu finden sind. Das höchste der Gefühle ist eine Google-Map mit Markern der Studienstandorte im Osten Deutschlands. Bei Klick auf die Marker, kommt man dann auf eine Übersichtsseite der entsprechenden Uni. Dort geht das Suchen wieder los. Nutzerfreundlich ist das nicht. Darüber hinaus ist aus meiner Sicht das Format eines Blogs (WordPress) für ein Informationsportal dieser Zielstellung ungeeignet. Fraglich ist jedoch, ob überhaupt ein Informationsportal geschaffen werden sollte, beim momentanen (sichtbaren) Stand, scheint das nicht das Ziel gewesen zu sein.
Bleiben die Frage: Warum nicht? Sind wir wirklich der Meinung, dass die Wahl des Studienortes ein Spiel ist?